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Die Behandlung der Schultersteife – Frozen Shoulder

Es beginnt mit einem leichten Ziehen in der Schulter. Wenn die Schmerzen stärker werden und die Schulter immer schlechter beweglich, steckt häufig eine Schultersteife (oder auch Frozen Shoulder) dahinter.

Die Behandlung der Frozen Shoulder (lat.: Capsulitis Adhaesiva) kann mitunter langwierig sein und erfordert einige Geduld bei der Heilung. Mit der modernen Diagnostik und den gezielten Behandlungsmethoden von Dr. Tom Göhre kann diese Erkrankung jedoch erfolgreich therapiert werden.

Die Ursachen der sekundären und primären Schultersteife

Zunächst muss man zwei Formen der Schultersteife unterscheiden: die primäre und die sekundäre Schultersteife.

Die primäre Schultersteife entsteht ohne äußere Ursache. Hier kommt es zu einer Entzündung der Gelenkkapsel mit nachfolgenden Verklebungen und Verwachsungen. Hormonelle Störungen oder Störungen des Stoffwechsels können zum Beispiel Ursachen sein.

Die sekundäre Schultersteife kann nach einer Operation, nach einem Unfall oder als Folge einer anderen Erkrankung entstehen. Bewegt der Patient die Schulter für längere Zeit nicht, zum Beispiel nach einem Unfall, kann das zu einer Schrumpfung der Gelenkkapsel und der Bänder führen und eine Einbuße der Beweglichkeit nach sich ziehen.

Auch wenn die Ursachen unterschiedlich sind, sind der Verlauf der primären und der sekundären Schultersteife ähnlich.

Symptome der Frozen Shoulder

Schulter Vimos Orthopädie

Am Anfang der Erkrankung machen sich Schulterschmerzen mit Ausstrahlung in den Oberarm bemerkbar. Diese gehen mit leichten Bewegungseinschränkungen einher. Die Schulterkapsel und die Schleimhäute entzünden sich, es kommt zu einer Kapselschrumpfung, welche die Beweglichkeit des Gelenks weiter einschränkt.

Bei der klinischen Untersuchung findet sich eine schmerzhaft eingeschränkte aktive und passive Beweglichkeit der Schulter in allen 4 Ebenen, also der Innenrotation, der Außenrotation, dem Heben des Armes nach vorne und hinten (Elevation/Retroversion), sowie dem Heben zur Seite (Abduktion).

Die Schultersteife verläuft in 3 Phasen über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren und kann auch sich spontan zurückbilden.

Phase 1: Freezing Phase
10-36 Wochen
Zunehmende Schmerzen, zunehmende Bewegungseinschränkung
Phase 2: Frozen Phase
4-12 Monate
Schmerzen langsam rückläufig, weiterhin zunehmende Bewegungseinschränkungen, Muskelatrophie
Phase 3: Thawing Phase
12-36 Monate
Schmerzen verschwinden, Beweglichkeit kann spontan zurückkommen

 

Eine Schultersteife kann nach gewissen Zeitspanne ohne äußere Therapie zum Erliegen kommen, das kann aber sehr lange dauern und sehr schmerzhaft sein. In der 1. Phase operiert man besser nicht, sondern versucht mittels Schmerztherapie/Kortisontherapie möglichst in die Phase 2 zu kommen. Hier kann man dann entscheiden, ob eine Operation trotzdem nötig ist oder ob die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen erträglich sind und rein physiotherapeutisch behandelt werden können.

Hier hilft Ihnen Dr. Tom Göhre als anerkannter Spezialist für Schultererkrankungen gerne weiter.

Schulterspezialist Dr. Tom Göhre:

Dr. Tom Göhre

anerkannter Spezialist für Erkrankungen der Schulter und deren operativer Versorgung
Mitglied der DVSE (Deutsche Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie)
Mitglied des medical board der Vivira Healthcare Company
Top Ten in verschiedenen Ärztportalen wie Jameda

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Die Diagnose der Schultersteife

Bei der Diagnose ist die Krankengeschichte immer ein wichtiger Indikator. So treten bei der primären Schultersteife die Schmerzen in der Schulter ohne erklärbare Ursache auf. Bei der sekundären Capsulitis Adhaesiva kann man aus der vorherigen Krankheit oder Störung wichtige Schlüsse ziehen. Die Beschreibung des Krankheitsverlaufes durch den Patienten und die gründliche körperliche Untersuchung durch einen erfahrenen Arzt ist unverzichtbar.

Für die weitere Untersuchung nutzt die Praxis Vimos Orthopädie die Röntgen– und Ultraschalldiagnostik. Hier kann die Entzündung der Gelenkkapsel und auftretende Verwachsungen und Verklebungen nachgewiesen, bzw. andere Ursachen ausgeschlossen werden. Ein weiteres Verfahren ist die Kernspintomographie mit der eventuell bestehende, begleitende krankhafte Veränderungen dargestellt werden können.

Die konservative Behandlung der Frozen Shoulder

Die konservative Behandlung hat vor allem das Ziel die Schmerzen der Patienten zu lindern. Vor allem gilt es eine Entzündung der Gelenkkapsel möglichst früh zu diagnostizieren und zu behandeln. Daher steht eine entzündungshemmende Therapie zum Beispiel mit Kortison-Tabletten im Vordergrund. Im Anschluss erfolgt eine krankengymnastische Behandlung zur Aufdehnung der Gelenkkapsel.

Zusätzlich können homöopathische Präparate dazu beitragen, dass sich die verbleibende Restentzündung weiter zurückbildet. Begleitend können Kältepackungen oder Akupunktur den Schmerz lindern.

Die operative Behandlung der Schultersteife

Hydrodilatation

Die Hydrodilatation oder auch Hydrodistension ist ein Verfahren bei dem Dr. Göhre mittels einer Injektion das Schultergelenk auffüllt bis es zu einer Aufdehnung der Verklebungen und Verwachsungen kommt. Das Ziel ist, den ansonsten sehr langwierigen Verlauf der Frozen Shoulder zu verkürzen und den Kreislauf von Entzündung und dadurch entstehende Verwachsungen mit Einsteifung der Schulter zu durchbrechen.

Hierzu werden ca. 60 ml Flüssigkeit in einer Kombination aus Kortison, Lokalanästhetikum und NaCl-Lösung unter Röntgenkontrolle in das Schultergelenk gespritzt. Dadurch kommt es zu einer Aufdehnung der Gelenkkapsel, zu einer sofortigen Besserung der Gelenkbeweglichkeit und einer deutlichen Reduktion der Schmerzen. Um diese verbesserte Beweglichkeit und Schmerzlinderung zu erhalten muss postoperativ die Schulter unbedingt intensiv für ca. 4 Wochen beübt werden. Dabei muss der Patient selbstständig erlernte Übungen für die Außenrotation, Innenrotation und für das Heben nach vorne und zur Seite regelmäßig ca. 10 min 4 bis 6 Mal am Tag durchführen und gegebenfalls zusätzlich die Schulter auf der Motorschiene bewegen.

Auf keinen Fall sollte die Schulter geschont werden, da dies zu einer erneuten Einsteifung führen würde. Für die Übungen gilt wie immer die Schmerzgrenze. Die Ergebnisse dieser Methode sind vielversprechend:

  • 75 % der Patienten haben ein gutes oder sehr gutes Ergebnis,
  • 95 % haben weniger Schmerzen und eine verbesserte Beweglichkeit,
  • fast 100 % brauchen weniger Schmerzmittel nach diesem Verfahren,
  • bei ca. 15 % der Patienten muss die Prozedur ein zweites Mal durchgeführt werden, bevor es zu einer deutlichen Besserung kommt.

Die minimale Operationstechnik: Arthroskopie des Schultergelenks

Kommt es trotz aller Therapiemaßnahmen nicht zu einer Verbesserung der Beschwerden und der Beweglichkeit der Schulter, sollte eine Operation des Schultergelenks in Betracht gezogen werden.

Die Behandlung der Schultersteife erfolgt in der sogenannten Schlüsselloch-Technik (Arthroskopie). In vielen Fällen ist es möglich, durch die Arthroskopie einen langwierigen Krankheitsverlauf rasch zu beenden und die Einsteifung zu beheben.

Bei diesem sehr schonenden, minimal-invasiven Operationsverfahren werden über zwei jeweils ca. 3 mm kleine Zugänge eine Minikamera sowie feinste Instrumente in die Schulter eingebracht. Unter Sicht können dann die vorhandenen Verklebungen und Verwachsungen gelöst und, falls erforderlich, die geschrumpfte Gelenkkapsel erweitert werden (270° Kapsulotomie). Somit wird intraoperativ wieder eine vollständige Beweglichkeit des Gelenks herbeigeführt.

Um dieses Operationsergebnis zu halten, muss postoperativ ein bestimmtes Nachbehandlungsschema eingehalten werden, welches vor allem intensive Beübung der Schulter mit einem Physiotherapeuten und einer sogenannten Motorschiene vorschreibt, da es ansonsten zu erneuten Verklebungen der Kapsel kommen kann.

Fakten zur Arthroskopie des Schultergelenks

  • Dauer des Eingriffs: ca. 45 Minuten,
  • Narkose: es erfolgt eine Regional-Anästhesie (der Arm ist für 24-48 Std. taub) mit zusätzlicher Maskennarkose,
  • Klinikaufenthalt: ambulant ggf. 1-2 Tage stationär, insbesondere abhängig von eventuell bestehenden Zusatzerkrankungen,
  • Schmerzbehandlung postoperativ: schmerztherapeutisches Schema mit Ibuprofen, Novaglin, bei Bedarf Oxycodon und ggf. Kortison für 3-4 Wochen postoperativ,
  • Nachbehandlung: Schlinge für 1-2 Tage, Bewegung des Arms unter physiotherapeutischer Anleitung und mittels Motorschiene für 3-4 Stunden am Tag,
  • Arbeitsfähigkeit: nach 2-3 Wochen wieder möglich, Sport nach Absprache.

Die Nachbehandlung bei einer Arthroskopie der Schultersteife

Nach arthroskopischer Behandlung der Schultersteife ist eine unmittelbare sanfte Mobilisation des Schultergelenks von entscheidender Bedeutung. Deshalb sollte mit der Physiotherapie sofort begonnen werden. Wenn notwendig können die krankengymnastischen Übungen mit Manueller Therapie oder Elektrotherapie kombiniert werden.

Eine passive Bewegungsschiene/Motorschiene wird von Dr. Göhre immer präoperativ verordnet und – wenn durch die Krankenkasse genehmigt – am Tag nach der Operation zum Patienten nach Haus geliefert.

Wichtig ist vor allem, dass der Patient einfache Bewegungsübungen erlernt, die er regelmäßig selbst durchführen kann. Maßnahmen, die die Durchblutung der Schulter fördern, wie zum Beispiel Wechselduschen und Eis-Abreibungen, können den Heilungsprozess ebenfalls unterstützen.

Die Rückkehr an den Arbeitsplatz ist nach ca. 3 Wochen möglich. Bei Patienten mit schwerer körperlicher Arbeit oder vorwiegender Überkopfarbeit verlängert sich die Rehabilitationsphase auf ca. 6 Wochen.

Gerne informieren Sie in einem ausführlichen Beratungsgespräch über die Behandlung Ihrer Schulter. Vereinbaren Sie einen Termin online oder per Telefon: Tel. 030 – 34 600 600.

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Informationen, die Sie vor und nach einer Operation brauchen:
Nachbehandlungsschema subacomiale Dekompression