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Die Behandlung des Impingement-Syndrom – Schulterenge

Unter dem Begriff Impingement-Syndrom – auch als Schulterenge bekannt – versteht man die Zusammenfassung unterschiedlicher Ursachen, welche das Gleiten der Rotatorenmanschette unter dem Schulterdach behindern. Ursachen dieser Störung können sein:

  • eine Formveränderung des Schulterdaches,
  • Knochensporne am Schultereckgelenk (Acromioclaviculargelenk) als Folge einer Arthrose können zur Einengung und zum mechanischen Konflikt führen,
  • ständiges Reiben der Sehne am Knochen, das zu einer Schädigung (sog. Tendinopathie) bis zum Reißen der Sehne führen kann.

Symptomatik des Impingement-Syndrom

Schulter Vimos OrthopädieHäufige Symptome sind belastungsabhängige Schulterschmerzen beim Anheben von Gegenständen oder bei Wurfbewegungen. Auch Drehbewegungen der Schulter gegen Widerstand können schmerzhaft sein. Zusätzlich kommt es häufig zu starken nächtlichen Beschwerden. Insgesamt führen diese Beschwerden dann zu schmerzhaften Verspannungen der umgebenden Muskulatur im Nacken- und Brustwirbelbereich.

Diagnostik des Impingement-Syndrom

Die klinische Untersuchung zeigt häufig positive Impingement-Tests. Dabei kann der Arzt durch passives Bewegen des Armes das Einklemmen und damit den Schmerz lokalisieren.

Ein Röntgenbild der Schulter kann weitere Informationen liefern. Die Aufnahmen zeigen oft eine Einengung des Abstandes zwischen Oberarmkopf und Schulterdach. Bei Abspreizung des Armes wird dieser bereits verschmälerte Subacromialraum verringert und der Oberarmkopf stößt von unten an das Schulterdach (to impinge (engl.) = gegen etwas stoßen).

Ultraschall- und MR-Diagnostik zeigen den Zustand der Sehnen und Weichteilgewebe. Besonderes Augenmerk ist auf die Rotatorenmanschette zu legen, die durch ein unbehandeltes, chronisches Impingement geschädigt sein kann.

In diesen Fällen hilft Ihnen Dr. Tom Göhre als anerkannter Spezialist für Schultererkrankungen und das Impingement-Syndrom gerne weiter.

Schulterspezialist Dr. Tom Göhre:

Dr. Tom Göhre

√ anerkannter Spezialist für Erkrankungen der Schulter und deren operativer Versorgung
√ Mitglied der DVSE (Deutsche Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie)
√ Mitglied des medical board der Vivira Healthcare Company
√ Top Ten in verschiedenen Ärztportalen wie Jameda

 

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Die konservative Therapie

Wie bei vielen Erkrankungen bei der Schulterenge aber im Speziellen gilt: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser die Behandlungschancen! Je nach Stadium der Degeneration und den damit verbundenen Beschwerden werden verschiedene konservative Behandlungsverfahren angewandt:

1. Schonung der Schulter

Vermeidung von schmerzauslösenden Tätigkeiten.

2. Medikamentöse Behandlung der Schmerzen und der Entzündung

Basistherapie ist der Einsatz von sogenannten nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Dicolfenac. Diese lindern den Schmerz und wirken antientzündlich und abschwellend.

Eine weitere Möglichkeit zur Eindämmung von Schmerzen und Entzündungen ist die durch den Arzt durchgeführte „Infiltration„. Dabei wird Kortison direkt in den Entzündungsherd gespritzt. Diese Anwendung darf jedoch nicht zu oft durchgeführt werden (maximal 3-5 Applikationen).

3. Krankengymnastik

Mit Hilfe der Krankengymnastik kann durch gezieltes Training die zentrierende Funktion der Rotatorenmanschette gestärkt werden. Damit wird der Druck auf das Gewebe unterhalb des Schulterdachs verringert. Durch den Muskelaufbau im Bereich der Rotatorenmanschette lässt sich eine bessere Stabilität und Führung des Schultergelenks erreichen, die zur Entlastung der betroffenen Sehne führen soll.

Aber die Patienten sollten darauf achten, dass sich durch falsches Training die Enge nicht noch verstärkt. Deshalb sollte das Training möglichst unter Anleitung eines Physiotherapeuten im Rahmen krankengymnastischer Übungen erfolgen. Herr Dr. Göhre hat hierzu eine eigene App mitentwickelt, mit der Sie die Übungen auch zu Hause fortführen können.

4. Physikalische Therapie

Bei akuten Schmerzen empfiehlt sich die Schulter mehrfach täglich mit Eis zu behandeln. Besteht das Impingement aber schon länger, kann Wärme gut tun. Ziel dieser Therapie ist es, die Entzündung und dadurch verursachte Flüssigkeitseinlagerungen im entsprechenden Gebiet zu hemmen und somit eine schmerzlindernde Wirkung zu erreichen. Bei „ausgebrannten“ Entzündungen führt oftmals eine wärmende Therapie zur Beschwerdebesserung.

5. Stoßwellen Therapie ESWT

In einigen Fällen kann eine Stoßwellentherapie hilfreich sein. Sie ändert zwar an der ursächlichen Verengung des Raums unter dem Schulterdach kaum etwas, ist aber in der Lage die schmerzhaften Symptome zu verringern. Dies geschieht vermutlich aufgrund einer antientzündlichen Wirkung dieser Therapie und führt somit zu einer Schmerzreduktion, die dann eine bessere physiotherapeutische Behandlung möglich macht.

Operative Therapie

Lässt sich die Symptomatik mit konservativen Maßnahmen nicht bessern, kann ein operativer Eingriff angezeigt sein. Ziel der operativen Behandlung ist eine Entfernung des entzündeten Schleimbeutels und das Wiederherstellen des freien Gleitens der Sehne unter dem Schulterdach, um eine weitere Schädigung der Sehne zu verhindern.

Fakten zur arthroskopischen Dekompression (ASAD)

  • Dauer des Eingriffs: ca. 30 Minuten,
  • Narkose: Regionalanästhesie (Arm ist für 24-48 Std. taub) mit zusätzlicher Maskennarkose,
  • Klinikaufenthalt: ambulant ggf. 1-2 Tage stationär (abhängig von Zusatzerkrankungen),
  • Schmerzbehandlung postoperativ: oft nicht nötig, ggf. Ibuprofen oder Novalgin,
  • Genesung: Arbeit nach 2-4 Wochen wieder möglich, Sport nach Absprache.

Die Operation Ihrer Schulter – Operationstechnik

Ziel der Operation bei einem Impingement-Syndrom ist die Erweiterung des Raumes unter dem Schulterdach und damit die Beseitigung von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Die Operation erfolgt in Vollnarkose mit Kehlkopfmaske (Larynxmaske) zur Schonung der Stimmbänder und einer Regionalanästhesie des Arms.

Zuerst werden die Strukturen im „Schulterhauptgelenk“ (Gelenkraum zwischen Oberarmkopf und Schultergelenkpfanne) untersucht. Dabei achtet Herr Dr. Göhre vor allem auf Veränderungen in der Gelenkschleimhaut, die Beschaffenheit des Knorpels und der langen Bizepssehne, die durch das Gelenk zieht. Außerdem begutachtet er den Ansatz der Rotatorenmanschette gelenkseitig, ob ggf. Rissbildungen zu sehen sind. Zeigen sich bei dieser Untersuchung krankhafte Veränderungen der Strukturen, werden diese entsprechend behandelt.

Nun wird das Arthroskop (Kamera) in den subacromial Raum (Raum unter dem Schulterdach) eingeführt. Hier findet der wichtigste Teil der Operation statt. Über einen kleinen seitlichen Hautschnitt werden Teile des entzündeten Schleimbeutels entfernt und eine sogenannte Acromioplastik durchgeführt. Hierbei wird von der Unterfläche des Schulterdaches 2-5 mm Knochen abgetragen, damit es zu keinem Einklemmen der darunter liegenden Strukturen mehr kommt.

Nachbehandlung des arthroskopischen Eingriffs:

  • Arm-Schlinge für 1-3 Tage,
  • Ab dem 1. Tag Bewegung des Arms im schmerzfreien Bereich unter physiotherapeutischer Anleitung. Dies ist notwendig um Verklebungen und Verwachsungen vorzubeugen.
  • Rückkehr an den Arbeitsplatz: nach 2-4 Wochen. Bei Patienten mit schwerer körperlicher Arbeit oder vorwiegend Überkopfarbeit verlängert sich die Rehabilitationsphase auf ca. 6 Wochen.
  • Mit Eintritt der Arbeitsfähigkeit ist in der Regel auch eine Wiederaufnahme der Freizeitaktivitäten möglich. Der Zeitpunkt der Wiederaufnahme von Sportarten sollte der individuellen Belastung für die Schulter angepasst werden.

Siehe auch: Nachbehandlung bei Defilee Erweiterung.

Demnächst finden Sie hier weitere Informationen zu:

  • Kalkschulter oder Tendinosis calcarea
  • Subakromiales Schmerzsyndrom
  • Erkrankung der Bizepssehne
  • Rekonstruktion der Rotatorenmanschette
  • Frozen Shoulder – Schultersteife
  • Schulterinstabilität/Schulterluxation

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